Der freudige Tote
Schwer soll der Grund und reich an Schnecken sein,
Wo meine Gruft zu schaufeln ich begehre,
Daß dort zum Schlaf sich streckt mein alterndes Gebein
Und im Vergessen ruht gleich wie der Hai im Meere.
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Ich hasse Testamente, Grab und Stein,
Und von der Welt erbettl ich keine Zähre;
Nein, lieber lüde ich den Schwarm der Raben ein,
Damit er stückweis mein verwesend Aas verzehre.
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O Würmer! Schwarz Geleit ohn Auge, ohne Ohr!
Ein Abgeschiedner kommt, der froh den Tod erkor.
Ihr Söhne des Zerfalls, die dem Genusse leben,
Durch meine Trümmer kriecht mit reuelosem Mut
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Und sagt mir: kann es wohl noch eine Folter geben
Für den entseelten Leib, der tot bei Toten ruht?
(aus dem Französischen von Wolf von Kalckreuth)
Die gelungenste Übersetzung wie ich finde








5 Kommentare
Mai 7, 2008 um 7:20
Der Sohn des Zerfalls kreist genussvoll mit seinem Geleit im Synchronflug über dem Cimetière Montparnasse (so als erster Gedanke).
Mai 7, 2008 um 7:30
Ein freudiger Gedanke…
Mai 8, 2008 um 6:19
Mein erster Baudelaire (schäm) …
Die Skizze geht so schaurig schön durch Mark und Bein.
Mai 8, 2008 um 12:32
sehr gruseliges skizzelein
Mai 8, 2008 um 8:46
Herr ko, schön Sie hier zu sehen.
Auf ein dezentrales, liebenswerteres, “trolliges” kn…
.°)))
@dernorman
Knix für Schrieb und blogroll
Kindest regards
soloezist