Damit’s hier ein paar Raben gibt I

Trakl

„Die Raben“

Text und Ton

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Baudelaire + Raben

Der freudige Tote

Schwer soll der Grund und reich an Schnecken sein,

Wo meine Gruft zu schaufeln ich begehre,

Daß dort zum Schlaf sich streckt mein alterndes Gebein

Und im Vergessen ruht gleich wie der Hai im Meere.

Ich hasse Testamente, Grab und Stein,

Und von der Welt erbettl ich keine Zähre;

Nein, lieber lüde ich den Schwarm der Raben ein,

Damit er stückweis mein verwesend Aas verzehre.

O Würmer! Schwarz Geleit ohn Auge, ohne Ohr!

Ein Abgeschiedner kommt, der froh den Tod erkor.

Ihr Söhne des Zerfalls, die dem Genusse leben,

Durch meine Trümmer kriecht mit reuelosem Mut

Und sagt mir: kann es wohl noch eine Folter geben

Für den entseelten Leib, der tot bei Toten ruht?

(aus dem Französischen von Wolf von Kalckreuth)

Die gelungenste Übersetzung wie ich finde