Genau, liebes SZ Magazin…

Sie: Zimmermädchen-Uniform, Pumps: Dolce & Gabbana
Er: Jacket und Hose von Turnbull & Asser
aber ganz genauso muss man aussehen, wenn man sich mal
ordentlich die Flinte polieren lassen will.

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Peter Hacks, Name und Imperativ

„Du sollst mir nichts verweigern.
Ich will den letzten Rest.
Geht eine Lust zu steigern,
Ein Schurke, wer es lässt.
Gehabtes Glück hilft sterben.
Der Tod, er soll nichts erben
Als blankgeleckte Scherben
Und Schläuche ausgepresst.“
[…]

aus Peter Hacks „Hundert Gedichte“
Für D…

Vielen Dank auch an Wiglaf Droste,
der mir Hacks nahe brachte.

Ist das ein schlecht gezeichneter von Guttenberg?


Nö, sondern ein schlecht gezeichneter Samuel Beckett.
Ich wäre nicht der, der ich bin, würde ich von und zu „Googlesberg“,
den „Doktor der Herzen“ konterfeien.
Im Hintergrund sitzt ein noch schlechter gezeichneter Muammar al-Gaddafi,
der einzige legitime Nachfolger von Hermann Göring, zumindest was
Phantasieuniformen betrifft.

Tage der Obsoleszenz

Als ich dieses formschöne Modell gesehen hatte war klar, mein alter
Mülleimer hatte ausgedient. Was sollten schließlich die Nachbarn
denken wenn sie mich beim Entsorgen all dessen was, dank geplanter
Obsoleszenz, vor der Zeit verschlissenen war sahen. Also Glühbirnen,
welche durch Industrienorm und Tüftelei max. 1000 Stunden halten,
Nylons, die bei ihrer Erfindung noch nichts von Laufmaschen ahnten,
bis sie erfunden wurden und Druckern, die nach, vom Hersteller
vorgegebenen, N-Druckvorgängen Fehlermeldungen fabrizieren und
dann nit mehr drucken obwohl sie eigentlich intakt sind.
Apropos formschön, was ist eigentlich mit meiner Frau? Obzwar
nicht vor der Zeit verschlissen, geht die noch oder ist gerade
ein andere Typ in? Muss ich mich mal kundig machen bevor ich
mich blamiere, als einer der die Zeichen der Zeit verkennt.
Do you know what you are?
You are what you is
You is what you am
(A cow don’t make ham…)
You ain’t what you’re not
So see what you got
You are what you is
An‘ that’s all it ‚tis
Und das ist nicht viel, wenn ihr mich fragt.
Armer Kosumententrottel
und Opfer der psychischen Obsoleszenz.

Old And Alone

Eure Pestilenz
das ist Dein Name
und ich weiß,
Dein Name ist Legion
Bei Dir ist die Schuldfrage,
stets geklärt
Aus Deinem Mund
kommt nur Dreck.
Dreck über andere.
Dreck,
der an einem haftet
weil man viel zu anständig ist
Dir die Fresse zu stopfen
Dir zu sagen wie`s wirklich ist
weil man um die Vergeblichkeit weiß.
Die Schuldfrage geklärt
und Du Hiob.
Wann hätte ich je ein gutes Wort
aus Deinem Mund gehört?
Kein Gedanke daran,
daß der Dreck aus Deinem Mund
Dir dereinst
Dein einsames Totenbett bestellt
und jetzt:
Leck mich am Arsch!
Du hast mir genug Lebenszeit abgetrotzt
schamlos-selbstverständlich
Non serviam!


Deutsche Knigge Gesellschaft knickt Nylontragegebot

Im Sommer dürfen Frauen bei der Arbeit künftig auf Nylons verzichten, behauptet zumindest die Deutsche Knigge Gesellschaft, die ihren Knigge anscheinend nicht so richtig intus hat, und fordert gleichzeitig, die Haxen müssten, aber hallo topgepflegt sein.
„Das ganze hat zudem eine ökologische Komponente. Wenn die Mitarbeiter nicht schwitzen müssen, können Klimaanlagen sparsamer eingestellt werden“
Aber ganz genau, liebe Kniggerbocker, erst handelt ihr uns mit eurem rumgeknigger den Klimawandel ein und jetzt zeigt ihr uns den Ausweg aus der Misere, ihr Schlawiner.
Bei meinem Chef verfing das leider nicht, als ich heute mit topgepflegten Stelzen (Beinhaar getrimmt) und Hotpants bei ihm aufschlug. „Hau bloß ab, Du Knickarsch!“ waren seine Worte, und „Wir haben gar keine Klimaanlage und zieh Dir gefälligst ein paar blickdichte Nylons an!“ waren weitere honigsüße Worte aus seinem rotumrandeten Mund.
Da kann man mal wieder sehen.
Wo soll das nur alles hinführen? Demnächst darf man wahrscheinlich sogar wieder „Gesundheit!“ sagen. Es ist nicht zu fassen….

Kindergeburtstage…

sind bei uns doch wahrlich die härtesten.
Und ist die nächtliche Suffzeichnung auch noch so schlecht, so will ich sie Dir
nicht länger vorenthalten. Die zwei Pfeile zeigen die Stellen an denen ich während des Zeichnens, von anwesenden Mittrunkenen gepufft und gestoßen wurde. Dies und die geschätzten 3‰ mögen den Wisch da entschuldigen.

Bleibt zu hoffen, daß ich mich ordnungsgemäß verabschiedet habe, als ich in die Nacht verschwand. Allein, ich weiß es nit, wie auch der Heimweg weitestgehend im Dunkeln lag und liegt.
O Demut des anderen Tages
o wärmende Sonne bei zittrigem Kaffeetrunk
o acushla!